Gorjansko

Im Dorf gab es gute Steinmetze, deren Tradition sich bis in die heutige Zeit bewahrt hat.

Gorjansko ist eine größere Haufendorfsiedlung, das 3 km südwestlich von Komen liegt.
Die ersten bekannten Angaben über das Dorf Gorjansko reichen bis in das Mittelalter zurück (12. und 13. Jahrhundert), als hier das Kloster von Rosazzo umfangreiche Besitztümer hatte. Aufgrund der Landkarte der Grafschaft von Duino kann man vermuten, dass später diese Besitztümer die Grafen von Duino erbten, die im Besitz der Pfarrgemeinde Gorjansko waren, zu welcher die Dörfer Volčji Grad, Ivanji Grad, Sveto und Brje pri Komnu gehörten. Die Dorfbewohner machten im Ersten Weltkrieg schwere Zeiten durch, als sie wegen der Isonzofront in die Verbannung geschickt wurden, die meisten in die Steiermark. Im Dorf hatte die österreichisch-ungarische Armee mehrere Stützpunkte, ein Krankenhaus (im Geburtshaus von Karel Štrekelj) und einen größeren Friedhof. Bis zum Dorf führt auch eine Schmalspurbahn, auf der die Munition an die Isonzofront transportiert wurde. Die meisten Bewohner beschäftigten sich einst mit der Steinhauerei. Sie arbeiteten im Steinbruch von Aurisina/Nabrežina und in zwei kleineren Steinbrüchen in der Nähe des Dorfes, wo roter Stein gewonnen wurde. Im Dorf gab es gute Steinmetze, deren Tradition sich bis in die heutige Zeit bewahrt hat, genauso wie die Tradition des Bäckerwesens, da einst die Bewohner von Gorjansko bekannte Bäcker in Triest waren, die die erworbenen Kenntnisse in ihren Heimatsort brachten.


Das Dorf Gorjansko zählt 276 Einwohner (im Jahr 2015) und liegt 197m ü. M..

Zurück zur Liste
Gorjansko- pokopališčeGorjansko-cerkev sv. AndrejaGorjansko-vas