Brestovica pri Komnu

Brestovica - Siedlung mit die bevorstehende Kontakt mit dem Meer.

Brestovica ist eine größere, langgezogene Siedlung, die im westlichen Teil eines Trockentales am Südwestrand des Komener Karstes liegt. Das Dorf wird von den Bergen Gredina, Grižnik, Ostri Vrh und Reber umgeben, von denen aus sich ein schöner Ausblick auf das Tiefland von Friaul und das Meer bietet. Das Dorf besteht aus zwei voneinander geographisch ziemlich entfernten Ortschaften, Gornja Brestovica (oberes Dorf) und Dolnja Brestovica (unteres Dorf). Zu Gornja Brestovica gehören noch die beiden Weiler Mošci und Mohorini und zu Dolnja Brestovica der Weiler Klariči.

Die ersten bekannten Angaben über Brestovica reichen bis in das Mittelalter zurück, als der Patriarch von Aquileia diese Besitztümer dem Kloster des hl. Martin in Belligna, südlich von Aquileia, zuteilte. Der mündlichen Überlieferung zufolge bauten man die ersten Häuser im Weiler Mohorini, während sich an der Stelle des heutigen Dorfes ein See befand, an dessen Ufern Ulmen (slowenisch: „Brest“) standen, die dem Dorf seinen späteren Namen gaben. Einen bedeutenden Weiler gab es auch bei der Kirche der hl. Anastasia in Gornja Brestovica, während das heutige Dorf erst entstand, als der See versiegte. Brestovica ist auch wegen einer größeren Anzahl an Naturerscheinungen, an Karsttrichtern und Karsthöhlen bekannt, unter denen vor allem die Höhlen Dolenjca und Drča jama bedeutend sind, da sie mit dem unterirdischen Flusslauf des Flusses Timavo/Timava verbunden sind. In Klariči befindet sich das Pumpwerk der Karster Wasserversorgung, die mit dem größeren Umpumpwerk in Sela na Krasu verbunden ist und der Karst sowie den slowenischen Teil Istriens mit Trinkwasser versorgt.

Brestovica wurde im Ersten Weltkrieg völlig zerstört, als die italienische Armee während der 11. Isonzo-Offensive fast bis zum Fuß des nahegelegenen Bergs Grmada/M.te Ermada vorstieß. Das Dorf wurde nach dem Krieg wiederaufgebaut, verlor aber fast vollständig seine traditionelle Karstarchitektur. Bis zum Zweiten Weltkrieg gehörte das Dorf unter die Verwaltung der Gemeinde Opatje selo. Schon seit Jahrhunderten befasst man sich im Dorf mit der Peitschenherstellung, die einst den Dorfbewohnern zusätzliche Einnahmen sicherte. In der Nähe des Dorfes gab es auch zwei Steinbrüche (bei der Höhle Grofova jama und bei Klariči). Architektonisch sind die Karstbrunnen sehr interessant, die wegen Kriegsschäden mit Beton umgeben wurden. Während der extremen Trockenperiode des Sommers 2003 brach ein gewaltiger Wald- und Buschbrand aus, der weite Teile der Umgebung von Brestovica vollkommen zerstört hat.

Brestovica pri Komnu zählt 180 Einwohner (im Jahr 2015) und liegt nur noch 54m ü. M..


www.brestovica.com

 

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