Kirche des hl. Daniel

Die Kirche des hl. Daniel wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut und ist eines der wichtigsten Denkmäler gotischer Architektur im Karst.  

Die Pfarrkirche des hl. Daniel (sv. Danijel) wurde zwischen 1455 und 1460 an dem Ort gebaut, wo früher das alte Kirchengebäude stand. Trotz später erfolgter Umbauten im Barockstil stellt diese Kirche ein bedeutendes Denkmal der gotischen Architektur im Karst dar. Als charakteristische gotische Elemente sind auf der Außenseite noch immer zwei gotische Eingänge und zugemauerte Fenster sowie eine Reihe äußerer Stützen beim Presbyterium zu sehen. Im Inneren der Kirche weist ein gotischer Spitzbogen den Weg zum Presbyterium. Der Kirche wurde ihr barockes Erscheinungsbild im 17. und 18. Jahrhundert verliehen. Die Steinaltäre im Barockstil sind vermutlich ein Werk der Künstlerwerkstatt Lazzarini aus Görz. Zweifelsohne am interessantesten ist die Reliefdarstellung des Schlosses Štanjel auf dem Hauptaltar. Zwei Holzstatuen der Heiligen am Hauptaltar sind Werke des bedeutenden steirischen Bildhauers Johann Straub. Im Jahr 1609 wurde der Kirchturm angebaut, der wegen seiner einzigartig geformten Turmspitze zum Symbol Štanjels wurde. Es wurde 1944 zusammen mit dem Glockenturm zerstört. Fabiani arbeitete einen Renovierungsplan aus und überzeugte die Militärverwaltung des Freien Triester Territoriums in Triest, die Renovierung zu finanzieren. Der gesamte Gebäudekomplex – Kirche, Glockenturm und der Kirchplatz – nimmt eine bedeutende Stellung ein. Leider gelang es aber nicht das Kircheninnere zu erneuern, da 1950 nicht mehr genügend Geldmittel für die Verwirklichung der von Fabiani vorgeschlagenen Renovierungsarbeiten zur Verfügung standen.
Außen wie auch im Inneren sind Grabsteine der Grafen Cobenzl und anderer Familien angebracht. An der Fassade der Sakristei befindet sich ein Denkmal zum Gedenken an Bischof Anton Mahnič, das von Evgen Guštin errichtet wurde.